Warum ich keinen Online-Kurs verkaufe
Es wäre so einfach.
Einmal aufnehmen, hundertmal verkaufen. Kein Anfahrtsweg, keine Wetterabhängigkeit, keine schwierigen Parkplatzsituationen in Hünenberg. Skalierbar, passiv, profitabel. Alle machen es. Der Markt boomt.
Und trotzdem wirst du bei mir keinen finden.
Das Problem mit dem Online-Hundekurs
Hundetraining, das seinen Namen verdient, findet im Moment statt. In dem Moment, wo du die Leine anders hältst als du denkst. Wo deine Schultern hochgehen, obwohl du glaubst, entspannt zu sein. Wo dein Hund dir etwas sagt und du es nicht siehst, weil du nicht weisst, wonach du schauen musst.
Diesen Moment kann ich durch einen Bildschirm nicht sehen. Und was ich nicht sehe, kann ich nicht ansprechen.
Online-Hundekurse lösen ein anderes Problem als das, das die meisten Menschen haben. Sie vermitteln Wissen. Techniken. Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Das ist nicht wertlos. Aber es ist auch nicht das, woran es meistens hapert.
Es hapert nicht am Wissen. Es hapert an der Umsetzung. Und die Umsetzung zeigt sich nur live, im Alltag, mit dem echten Hund und dem echten Menschen.
Was mich grundsätzlich skeptisch macht
Online-Kurse funktionieren nach dem Prinzip: Eine Lösung für alle. Modul 1, Modul 2, Modul 3. Der Rückruf-Kurs, der Leinenführigkeits-Kurs, der Anti-Bell-Kurs.
Das Problem: Dein Hund hat seinen eigenen Rückruf-Kurs bereits gemacht. Den hast du ihm beigebracht, ob du es wolltest oder nicht. Und dieser Kurs war individuell, widersprüchlich, voller Ausnahmen und persönlicher Eigenheiten.
Die Lösung dafür ist nicht generisch. Sie ist spezifisch. Sie ist deine.
Ich habe noch nie zwei Mensch-Hund-Paare gesehen, die dasselbe Problem auf dieselbe Art haben. Ein Kurs, der beide gleichzeitig anspricht, spricht keinen von beiden wirklich an.
Was ich online mache und was nicht
Menschen-Coaching, also Gespräche über Dynamiken, Erwartungen, Haltung, Zusammenhänge, funktioniert online gut. Zoom ist kein schlechtes Medium für ein Gespräch. Manchmal ist Distanz sogar hilfreich, um klarer zu denken.
Theoretische Themen in einem klar abgegrenzten Format sind in Zukunft denkbar. Lerntheorie. Körpersprache. Stressanzeichen beim Hund. Themen, bei denen Wissen tatsächlich der Engpass ist und wo ich nicht beobachten muss, sondern erklären kann.
Aber ein Online-Kurs, der verspricht, das Verhalten deines Hundes zu verändern, ohne dass ich je gesehen habe, wie ihr miteinander seid? Den werde ich nicht anbieten. Nicht weil es sich nicht verkaufen würde. Sondern weil ich nicht verkaufen will, was ich nicht vertreten kann.
Die ehrliche Version
Meine Arbeit lebt davon, dass ich dabei bin. Dass ich sehe, was zwischen euch passiert. Dass ich im richtigen Moment eine Frage stelle oder sage: «Hast du gerade gesehen, was dein Hund dir gesagt hat?»
Das lässt sich nicht aufnehmen. Nicht in ein Modul packen. Nicht mit einem Zahlungslink versehen.
Wer das von mir will, muss mich buchen. Live, vor Ort, im echten Alltag.
Das ist unbequemer als ein Onlinekurs. Teurer auch. Aber es ist das, was ich wirklich anbieten kann.
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