Der Spielautomat an der Leine
Hunde, die betteln, bellen, hochspringen oder zerren, haben oft eines gemeinsam: Irgendwann hat es funktioniert. Nicht immer. Aber manchmal. Und dieses ‚Manchmal‘ reicht.
Willkommen in der Welt der intermittierenden Verstärkung. Dem mächtigsten, gefährlichsten und möglicherweise am meisten missverstandenen Konzept im Hundetraining.
Die 8 häufigsten Beschwerden von Hunden über ihre Menschen
Falls Hunde Beschwerden schreiben könnten, wäre meine Inbox überfüllt.
«Hej Marc, mein Mensch benötigt dringend Nachhilfe. Er versteht meine Signale nicht, ignoriert klare Kommunikation und ist völlig inkonsistent in seinem Verhalten. Ich habe bereits mehrfach versucht, ihm wenigstens die Grundlagen beizubringen, aber er lernt einfach nicht dazu. Kannst du helfen?»
Warum ich zu dir nach Hause komme
Die meisten Hundetrainer arbeiten auf dem Hundeplatz. Neutraler Boden, kontrollierte Umgebung, alles schön übersichtlich. Praktisch für den Trainer, praktisch für die Gruppe, praktisch für die Abrechnung.
Ich mache es anders. Ich mache Hundetraining zuhause.
Ich komme zu dir nach Hause.
Ein «Nein» ist keine Gewalt
Erziehung darf nur aus positiver Verstärkung bestehen. Ein «Nein» ist Gewalt. Grenzen setzen ist Unterdrückung. Diese Überzeugung hat sich in den letzten Jahren in grossen Teilen der Hundeszene durchgesetzt. Sie trotzdem falsch. Und schädlich für die Hunde…
Sei wer, tu weniger
Die Hundeerziehung ist voller Aktionismus. Mehr trainieren. Mehr Kommandos. Mehr Beschäftigung. Mehr Konsequenz. Mehr, mehr, mehr.
Und trotzdem wird es nicht besser.
Vielleicht liegt das Problem nicht im «zu wenig tun». Vielleicht liegt es im «zu viel tun».
Dein Hund liest dich besser als du dich selbst
Stimmungsübertragung kennen die meisten in eine Richtung: Mensch auf Hund. Du bist gestresst, dein Hund wird nervös. Du bist entspannt, dein Hund auch. Darüber schreibe ich hier ab und zu mal.
Aber die andere Richtung wird oft übersehen: Hund auf Mensch.